Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs COUCHSURFER.DE für März, 2008.

März 2008
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  
Kategorien

Archive für März 2008

Nostalgia 77 - One Offs, Remixes & B Sides

Nostalgia 77 aka Ben Lamdin machte im Jahr 2002 zum ersten Mal mit seinen schwer von Funk beeinflussten Sounds auf sich aufmerksam, als er eine Reihe von Clubhits auf dem Tru Thoughts Partnerlabel 7Sevens veröffentlichte. 2004 erschien sein Albumdebüt “Songs For My Funeral” auf Tru Thoughts, das neben Funk-Elementen auch starke Downtempo- und Jazz-Einflüsse enthielt. Im Frühjahr 2005 folgte der zweite Longplayer “The Garden”, eine Kombination aus Soul und Jazz. Im Gegensatz zu den Vorgängeralben arbeitete er für sein letztjähriges Nostalgia 77-Album “Everything Under The Sun” dann auch mit mit Vocalisten wie Lizzy Parks oder Beth Rowley zusammen. Darüberhinaus veröffentlichte Ben Lamdin in den vergangenen Jahren unter dem Namen Nostalgia 77 Octet mehrere Releases auf Tru Thoughts. Im Herbst 2006 erschien das erste Octet-Studio-Album mit dem Titel “Borderlands”. Das Album landete bei den Gilles Peterson Worldwide Awards 2007 auf Platz 1 in der Kategorie ‘Jazz Album Of The Year’.

Auf Tru Thoughts erscheint nun das neue Nostalgia 77-Album “One Offs, Remixes & B Sides” und, wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine Sammlung mit Raritäten, Remixversionen, Kollaborationen und Live-Versionen. Featuring Corinne Bailey Rae, Bajka und Lizzy Parks.


www.tru-thoughts.co.uk

Karl Moestl - Defusion: Bassdrumrocker Edition

Wenn ein Produzent wie Karl Moestl, Schöpfer der legendären Walkner.Möstl-Produktionen, die auf dem Kruder & Dorfmeister-Label G-Stone für Furore sorgten, ins Studio, oder besser gesagt ins Klang-Labor geht, dann erwartet man eine Weiterentwicklung, ja schon fast eine Neu-Kreation des Club- und Elektroniksounds.”DEFusion: Bassdrumrocker Edition” heisst Karl Moestls Club-Debüt auf Albumlänge auf seinem neu gegründeten Label Defusion Records.DEFusion = Dirty x Electric x Fusion2Das Musik-Experiment ist zu 100% aufgegangen. Hier harmonisieren Elemente von House und Minimal mit Dub, Electro mit Bigbeat, Techhouse mit den Ragga Vocals von MC Coppa, und feine, elektrisierende Beats mit charismatischen Soul-Stimmen, wie die von Da Fonz und Marjia De Silva. Alles klingt nach einem stimmigen Ganzen, eine packende Fusion.Der Opener “Defusion” feat. MC Coppa ist ein frecher Start und könnte eine Hymne dieses Sounds werden. Der Titelsong “Bassdrumrocker” zeigt, wie phat und laut ein Beat sein kann, ohne jedoch den Spassfaktor zu verlieren. “Secret Imagination” feat. Marjia de Silva gehört zu den feinen Tunes, die wir von Karl Moestl kennen, er verbindet hier eklektischen, minimalen House-Sound mit Tiefgang.Nicht nur bei den Sounds und Beats beweist Karl Moestl ein gutes Händchen, sondern auch bei der Entdeckung neuer Stimm-Künstler. Allen voran mit dem aus Leeds (England) stammenden ‘Genius’ MC Coppa, ursprünglich zu Hause im Drum&Bass-Sektor. Mit seiner markanten OldSchool-Stimme bestimmt er Tracks wie “Defusion”, “JazztechOverdrive” oder “Gibgas (It’s Your Time)”. Er fühlt sich sichtlich wohl in seiner neuen Heimat, dem elektronischen House-Sound.Ein weiteres Juwel ist Marjia De Silva, die mit ihrer soulig rauchigen Stimme dem Track “Secret Imagination” Grösse und Geschmeidigkeit verleiht. Oder der Funk- und Jazz-Sänger DaFonz, der der markanten Electro-funkigen Nujazz-House-Nummer “Al Pajaro (Move Your Legs Mix)” seinen ‘deepen’ Stempel aufdrückt.Nach Jahren erfolgreicher DJ- und Live-Auftritte und zahlreichen Veröffentlichungen wie z.B. “Bluish” und “Heaven Or Hell” von walkner.möstl (G-Stone), seinem Nujazz-Album “Touching This” (Edel), dem First Class Club Remix von “Kung Fu Fighting” für Carl Douglas (Selected Cuts), Remixen für Tosca (”Busenfreund”) , Trio Electrico (”Return Of The Coconut Groove”) und vielen anderen, weiss Karl Moestl ganz genau, was er macht und was er will. Diesen Background präsentiert er nun mit “DEFusion: Bassdrumrocker” eindrucksvoll. Ein Club/Elektronik/House-Album der Extraklasse, mit auf- und anregenden Dance-Tracks, das gleichzeitig beweist, dass ein elektronisches Club-Album von Anfang bis Ende spannend und mitreissend sein kann.www.karlmoestl.comwww.myspace.com/karlmoestlwww.defusionrecords.com

The Glass - Remixes & Rarities

New Yorkers The Glass’ “Couples Therapy” EP came out in 2007 and created a wave of interest especially with DJs, bloggers and promoters. Since then The Glass have been touring pretty much constantly and many of their tracks and remixes have been hitting the dancefloors hard. Most of those remixes and some of their earlier releases have only been available on the blogs, on 12″es and as promos.With that in mind the band (Dominique Keegan and Glen ‘DJ Wool’ Brady) decided to release a full length CD of their remixes and rarities. Besides mixes by some of their favourite producers - Mylo, Eli Escobar, Rinocerose, Copenhagen’s Supertroels and more - the album also includes some of the many remixes The Glass have done for other bands in the past year. Indie boys Robbers On High Street get a disco workout, Norway’s 120 Days (Vice Rec) get a bass heavy club rinsing and Antipop (Telepopmusik’s Christophe Hetier) featuring Italian starlet Asia Argento gets a sexy re-groove. The album also includes The Glass’ first release “Won’t Bother Me”, previously only ever available as a 12″ or on mix compilations, and in heavy demand from fans, especially on myspace. Other gems include 2020 Soundsystem vs The Glass’ “No Order”, and up and comers Arveene & Misk’s remix of “Mad At You” that has been getting play from Boyz Noise, Digitalism, Freeform Five and many many more…The Glass have approached their recent music in a new direction by allowing the bloggers post many of their tracks and the feedback has been incredible. A recent DJ mix on Sweden’s Discobelle has been downloaded 13000 times in less than a week and their recent tour of Europe brought them as far East as Skopje, Macedonia, and to France’s “Transmusicales” festival where they played live in front of 4000 people. All this with no major releases, no publicity campaigns and shoestring touring budgets.www.myspace.com/theglass

Family Vision Care - Careful

Nach rund 15(!) Jahren steht nun die Veröffentlichung des zweiten Longplayers “Careful” von Family Vision Care auf Unique Records auf dem Programm: beim New York-Kölner Duo treffen Sänger Gary Harrison mit seinen afro-amerikanischen Wurzeln und musikalischen Vorbildern wie Marvin Gaye und Donny Hathaway auf den Kölner Multiinstrumentalisten und Songschreiber Thomas Berghaus und dessen europäische Einflüsse aus Jazz-Pop á la Style Council und 90s-inspiriertem Groove. Family Vision Care suchen nach der Essenz aus Northern Soul, Funk und Jazz und dem Soul der 60er/70er/80er/90er um diesen zu zeitlosem Soul verschmelzen zu lassen, der die Grenzen zwischen Retro und Gegenwart schlicht aufhebt!

Kurz vor der Midlife Crisis wollte Thomas Berghaus (Jg. 1971) lieber direkt die Kurve kriegen und die Schwermütigkeiten und Sinnesfragen eines Herren mittleren Alters schon mal vorab klären. Thomas Berghaus arbeitete in den letzten 15 Jahren recht erfolgreich als Kommunikationsberater und Grafik-Designer in der Werbebranche. Als Creative Director entwickelte er Werbekampagnen für die Deutsche Telekom, Sony Deutschland oder Tuborg Pilsener. “Wenn man in seinem Job so ziemlich alles erreicht hat, kann es einem passieren, dass man zunehmend anfängt, Grundsätzliches in Frage zu stellen.”
So besinnte sich Berghaus auf die Jahre vor seiner Karriere als Werbefachmann, in denen er versuchte, von Musik zu leben und in denen er das Musikprojekt Family Vision Care ins Leben gerufen hatte. Im Spätsommer 2006 war es wohl eine Aneinanderkettung von Zufällen, die Berghaus dazu bewegte, das Projekt mit neuem Leben zu füllen. Plötzlich waren alle Burn Out-Symptome des Werbers wie weggefegt, konnte der Kölner nun seinem Publikum neben Handys, DSL-Leitungen und Bier etwas völlig anderes anbieten: Emotionen – wahrhaftige Emotionen. Das Naheliegendste war nun, Gary Harrison zu kontaktieren, mit dem er bereits Anfang der 90er Jahre zusammen musizierte.

Gary Harrison zog es Ende der 80er Jahre aus New York nach Deutschland, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen: seinen Lebensunterhalt als Sänger und Entertainer bestreiten zu können. Dies ist ihm zweifellos gelungen, nach bald 20 Jahren blickt Harrison auf unzählige Veröffentlichungen und Auftritte zurück. Er interpretierte bereits unzählige Charterfolge sowie zahlreiche Eigenkompositionen. Was Berghaus ihm anbot, überzeugte ihn jedoch innerhalb weniger Minuten: “Lass uns einfach das machen, was wir können und lieben – wir haben einen Vorteil, wir beide müssen das nicht mehr machen.” So wurde Family Vision Care für Harrison ein kreativer Spielplatz, auf dem er seine Vorlieben für Soul und Jazz ausleben kann. Oft erinnern ihn die Kompositionen von Thomas Berghaus an seine Jugend im New York der 70er, in denen er mit der Musik von Curtis Mayfield, Smokey Robinson oder seinem grossen Vorbild Marvin Gaye aufwuchs.

So entstanden in knapp sechs Monaten einige Songs, die nun auf Unique Records veröffentlicht werden. Die Wahl für das Düsseldorfer Label fiel Berghaus nicht schwer, denn er und Henry Storch kennen sich bereits aus gemeinsamen Jugendtagen. Zudem fühlen sich Berghaus und Harrison im künstlerischen Unique-Umfeld sehr wohl. Einen grossen Teil der Aufnahmen zu “Careful” erarbeitete Berghaus im Alleingang in seiner eigenen Agentur Büro.9. Für weitere Recording Sessions zog es Berghaus und Harrison zu Mohrmusic nach Leverkusen, wo sie gemeinsam mit Stefan Mohr an den Vocal Recordings arbeiteten. Stefan Mohr, der in den vergangenen Jahren mit dem Frank Popp Ensemble durch Europa tourte, spielte auch die Keyboards auf “Silent Souls”. Mohr und Berghaus spielten bereits als Teenager zusammen in einer Band. Ausserdem entstanden einige Gesangs- und Saxophon-Aufnahmen gemeinsam mit Ingo Hugenroth bei Rain Productions in Köln. Unique vermittelte anschliessend den Kontakt zu Peter ‘Jem’ Seifert – Produzent für u.a. Virginia Jetzt, Liquido, Udo Lindenberg, der die Songs im BlackSheep Studio in Düsseldorf mischte. Schliesslich wurde mit Kai Blankenberg in der Skyline Tonfabrik gemastert.

www.familyvisioncare.de

www.myspace.com/familyvisioncare

Inverse Cinematics - Passin’ Through

Der 22-jährige Danilo Plessow aus Stuttgart ist das Gesicht hinter Inverse Cinematics und aus der internationalen Clubmusik-Szene längst nicht mehr wegzudenken. Mit etwa 10 Jahren beginnt Danilo, mit elektronischer Musik zu experimentieren und beschliesst bald, sein Schlagzeug zu verkaufen, um sich Studioequipment zu beschaffen. Nach Kooperationen mit lokalen Hip Hop Acts entstehen 1997 die ersten vollständigen Tracks, zu diesem Zeitpunkt ist Danilo gerade 12 Jahre alt. Obwohl die anfänglichen Songideen noch sehr technoid klingen, schwingt schon in den frühen Arbeiten die schwarze Seele afroamerikanischer Musik mit, was Danilo sich bis heute beibehalten hat.
Durch einen Zufall werden Danilo und sein Partner Joachim Tobias aka Inverse Cinematics von Pulver Records entdeckt, und 2002 erscheint die “Slow Swing” EP, die als eine ihrer meist gesuchten Veröffentlichungen gilt. Nach der Release-Party im legendären Stuttgarter Club Le Fonque entdeckt Danilo den Sog und die Intensität der Clubkultur. Wo der Fokus seiner Arbeiten vorher noch auf dem Loungecharakter und der Konsumierbarkeit mit Kopfhörern lag, kommen jetzt treibende und hypnotische Elemente zu seinen Produktionen. Dem umtriebigen Danilo gelingt es kaum, die Begeisterung für schwarze Musik und ihre unterschiedlichen Stilrichtungen in ein einziges Projekt zu bannen. Neben diversen Remixaufträgen und Nebenprojekten produziert er auch als Motor City Drum Ensemble auf dem Label Four Roses Recordings. Nach zahlreichen Produktionen, unter anderem für das französische Label Faces, Remixes auf Ninja Tune, einer Veröffentlichung auf dem schwedischen Label Raw Fusion unter dem Pseudonym Aphro Pzyko, dem Release der Clubbombe “Detroit Jazzin” (eine der meist verkauften Platten auf Pulver Records) erscheint nun der langerwartete Longplayer “Passin’ Through” auf Pulver Records.
Auf die Frage nach seinen Lieblingstrack vom Album sagt Danilo: “Der einzige Track, der vom Album bereits veröffentlicht wurde (”Detroit Jazzin’”), ist immer noch einer meiner Favoriten im Club. Ich bekomme dazu auch heute noch ein sehr gutes Feedback. Mein ganzes Herzblut steckt allerdings in “Interplanetary Motivations”, weil ich mich am intensivsten mit diesem Track auseinander gesetzt habe. Er ist zeitlos und trägt sehr viele Stimmungen auf einmal in sich. Wenn “Passin’ Through” die Essenz meiner Arbeit ist, dann ist “Planetary Motivations” vielleicht die Essenz des Albums”.

www.myspace.com/inversecinematics

www.pulver-rec.com

|